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Gassysteme

Facility Management: Gase » Strategie » Dokumente » Gassysteme

Gassysteme

Gassysteme

Gasversorgungsanlagen zählen zu den sicherheitsrelevanten Gewerken in Gebäuden. Für Planung, Errichtung, Abnahme und anschließenden Betrieb ist eine vollständige Dokumentation unerlässlich. Dieses strukturierte Dokumentenverzeichnis legt die notwendigen Unterlagen fest und stützt sich auf die deutsche Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die Vergabe‑ und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A und VOB/C), die technische Regel DIN 18381, die elektrotechnische Dokumentationsnorm DIN EN 61082‑1, das Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG), die Richtlinienreihen VDI 3810‑1 und VDI 6070‑1 sowie die Bauordnungsordnungen der Länder. Ziel ist eine rechtskonforme, auditierbare und praxisgerechte Grundlage für das Facility Management.

Antrag auf behördliche Genehmigung – Technische Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Antrag auf behördliche Genehmigung

Zweck & Geltungsbereich

Beantragung aller für Gasversorgungsanlagen erforderlichen bau‑ und sicherheitsrechtlichen Genehmigungen. Die Unterlagen dienen als Grundlage für die behördliche Prüfung und den rechtskonformen Errichtungsbeginn.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, insbesondere Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung), Bauordnungsrecht der Länder

Schlüsselelemente

Ausgefülltes Antragsformular mit detaillierter Anlagenbeschreibung
Technische Unterlagen (Pläne, Berechnungen, Lage‑ und Installationsschemata)
Sicherheitskonzept, Einbindung der zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS)
Stellungnahmen von Sachverständigen (Brandschutz, Lüftung, Gasdichtigkeit)

Verantwortlich

Fachplaner der technischen Gebäudeausrüstung in Abstimmung mit dem Bauherrn; Einreichung bei der zuständigen Behörde

Praxis‑Hinweise

Der Genehmigungsantrag ist bei genehmigungspflichtigen Anlagen (z. B. nach Technischen Regeln für Gas‑Installationen TRGI oder Landesbauordnungen) obligatorisch. Er bildet die Grundlage für den rechtskonformen Betrieb und ist dauerhaft in der Projektakte aufzubewahren.

Erläuterung:

Die Genehmigungsplanung (HOAI Leistungsphase 4) umfasst die Erstellung aller prüffähigen Unterlagen für den Bauantrag. Für Gasinstallationen muss der Antrag neben Plänen und Berechnungen auch Sicherheitsnachweise und Stellungnahmen enthalten. Das Dokument ist Ausgangspunkt für spätere Inspektionen und Erweiterungen und sichert die Einhaltung der Betreiberpflichten.

Anlagen‑ und Steuerungsschema – Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Anlagen‑ und Steuerungsschema

Zweck & Geltungsbereich

Technische Darstellung des Gasleitungsnetzes, der Regel‑ und Sicherheitsarmaturen sowie der Steuerungslogik; beschreibt die Verknüpfung mit Wasser‑ und Entwässerungssystemen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381 (VOB/C – ATV)

Schlüsselelemente

Netzstruktur der Gasleitungen mit Dimensionierungen, Materialien und Druckstufen
Regel‑ und Absperreinrichtungen, Sicherheitsventile, Sensorik
Signal‑ und Steuerlogik der Gasüberwachung
Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik (GLT)

Verantwortlich

Fachplaner oder Errichter der Gasinstallation

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der technischen Dokumentation; dient im Betrieb als Grundlage für Wartung, Störungsanalyse und Gefährdungsbeurteilung.

Erläuterung:

Die Norm DIN 18381 beschreibt die Ausführung von Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden. Steuerungs‑ und Regelungsschemata ermöglichen dem Facility Management, den Anlagenaufbau sowie die Funktionsweise zu verstehen und bilden die Basis für Prüfungen nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungsvorschriften (DGUV).

Angebot für Bau‑ und Installationsleistungen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Angebot für Bau‑ und Installationsleistungen

Zweck & Geltungsbereich

Formelles Angebot im Vergabeverfahren zur Errichtung der Gasinstallation; Grundlage für den Vertragsschluss.

Relevante Regelwerke/Normen

VOB/A (Vergabe‑ und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil A), Vergabeverordnung (VgV)

Schlüsselelemente

Einheitspreise und detaillierte Leistungsbeschreibungen
Leistungsverzeichnis gemäß VOB/C (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen)
Angaben zu Ausführungsfristen, Sicherheiten und Gewährleistung
Nachweise der Fachkunde, Zuverlässigkeit und Eignung

Verantwortlich

Bieter (Installations‑ oder Bauunternehmen)

Praxis‑Hinweise

Das Angebot bildet zusammen mit der Leistungsbeschreibung die Grundlage für die objektive Vergabeentscheidung und dient später zur Nachtragsprüfung und Gewährleistungsverfolgung.

Erläuterung:

Die VOB gliedert sich in drei Teile: VOB/A regelt das Vergabeverfahren, VOB/B enthält Vertragsbedingungen und VOB/C die technischen Regeln. Für Gasinstallationen müssen Angebote alle technischen und preislichen Details enthalten, damit der Auftraggeber Leistungen vergleichen und rechtssicher vergeben kann.

Abnahmeprotokoll – Abwasser‑, Wasser‑ und Gasanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Abnahmeprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentiert die erfolgreiche Inbetriebnahme und Abnahme der Gasinstallation durch Auftraggeber und ‑nehmer; bestätigt die vertrags‑ und normgerechte Ausführung.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, VOB/B, Bauordnungsrecht

Schlüsselelemente

Prüfergebnisse von Dichtheits‑, Funktions‑ und Druckprüfungen
Auflistung offener Mängel und Fristen zur Beseitigung
Bestätigung der normgerechten Ausführung
Unterschriften der Beteiligten (Planer, Installateur, Betreiber)

Verantwortlich

Auftraggeber und Auftragnehmer gemeinsam

Praxis‑Hinweise

Das Protokoll ist ein rechtsverbindlicher Nachweis der Fertigstellung. Es markiert den Beginn der Gewährleistungsfrist und muss in der Betreiberakte verfügbar sein.

Erläuterung:

Mit der Abnahme geht die Gefahrtragung auf den Betreiber über, die Gewährleistungsfrist beginnt und das Werk gilt als vertragsgemäß hergestellt. Eine vollständige Dokumentation der Prüfungen ist für die Verkehrssicherheit und spätere Schadensfälle unerlässlich.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Zusammenfassende Darstellung der technischen Ausrüstung der Gasversorgungsanlage, ihrer Komponenten und Betriebsweise.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, DIN 32835‑1

Schlüsselelemente

Aufbau der Anlage, technische Daten, Leistung und Kapazität
Beschreibung von Funktionen und Betriebsweise
Betriebsparameter (Druck‑ und Temperaturbereiche, Medienarten)
Sicherheitsfunktionen, Regel‑ und Steuerungstechnik

Verantwortlich

Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung; Abnahme durch Betreiber

Praxis‑Hinweise

Die Anlagenbeschreibung ist Bestandteil der Übergabe‑ und Betreiberdokumentation. Sie dient als Referenz für Wartung, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen.

Erläuterung:

Die HOAI verlangt eine umfassende Dokumentation der technischen Ausrüstung. Eine präzise Anlagenbeschreibung hilft dem Facility Management, die Funktionsweise zu verstehen und den sicheren, wirtschaftlichen Betrieb sicherzustellen.

Elektroanschlussplan gemäß DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Elektroanschlussplan

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der elektrischen Energieversorgung und Verschaltung der Gasversorgungsanlage; eindeutige Kennzeichnung von Komponenten und Leitungen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381; DIN EN 61082‑1 (VDE 0040‑1)

Schlüsselelemente

Stromlauf‑ und Schaltpläne mit Anschlussbelegung
Kennzeichnung von Klemmen, Sicherungen, Schutz‑ und Erdungseinrichtungen
Beschreibung der Steuerleitungen und Schnittstellen
Schutzmaßnahmen gegen Überspannung, Kurzschluss und Ausfall

Verantwortlich

Auftragnehmer/Elektroinstallateur

Praxis‑Hinweise

Der Anschlussplan ist Voraussetzung für wiederkehrende Prüfungen nach VDE‑Normen; Änderungen müssen laufend aktualisiert werden.

Erläuterung:

Die alte Norm DIN 40719 wurde vor rund zwanzig Jahren durch die Norm DIN EN 61082‑1 ersetzt. In der neuen Norm ist zwischen Schriftfeld‑Informationen und Referenzkennzeichnung strikt zu unterscheiden; Geräteangaben sind nicht mehr im Schriftfeld, sondern als eindeutige Referenzkennzeichen auszuweisen. Ein Objekt muss durch seine Referenzkennzeichnung eindeutig beschrieben werden, wobei mehrere Aspekte (Funktion, Produkt, Ort) kombiniert werden können. Für das Facility Management erleichtert ein normkonform erstellter Anschlussplan die Störungsanalyse und stellt sicher, dass Wartungs‑ und Prüfprozesse korrekt dokumentiert werden.

Betreiber‑ und Verwaltungshilfsmittel

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Anlagenbuch

Zweck & Geltungsbereich

Zentraler Nachweis aller Betriebs‑, Prüf‑ und Wartungsunterlagen der Gasanlage; lebenszyklusbegleitendes Dokument.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 32835‑1 (Facility‑Management‑Dokumentation), VDI 3810‑1, VDI 6070‑1

Schlüsselelemente

Anlagendaten (Baujahr, Hersteller, Standort, technische Eckdaten)
Wartungs‑ und Prüfprotokolle
Instandhaltungs‑ und Änderungsverlauf
Zuständige Personen, Prüffristen und Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxis‑Hinweise

Das Anlagenbuch muss stets aktuell und zugänglich sein. Es dient als Grundlage für interne und externe Audits, den Nachweis der Betreiberpflichten und als Beleg bei Versicherungs‑ und Schadensfällen.

Erläuterung:

Die VDI‑Richtlinienreihe 3810 beschreibt das Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen. Blatt 1 definiert die Betreiberverantwortung und betont, dass der Betreiber für eine Anlage verantwortlich ist, unabhängig vom Eigentum; die Richtlinie gibt Empfehlungen zur Erfüllung der Pflichten, zur Organisation und Delegation sowie zum schriftlichen Nachweis. Das Anlagenbuch bildet diese Pflichten ab, dokumentiert Wartungen und Prüfungen über den gesamten Lebenszyklus und ist damit das Herzstück der Betreiberverantwortung.

Register überwachungsbedürftiger Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Überwachungsanlagenregister

Zweck & Geltungsbereich

Erfassung und Verwaltung aller überwachungsbedürftigen Anlagen (z. B. Gasdruckregelanlagen, Speicher) zur Sicherstellung der gesetzlichen Überwachungspflichten.

Relevante Regelwerke/Normen

Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG)

Schlüsselelemente

Anlagennummer, Standort, Hersteller, Baujahr
Prüfstatus, Prüfergebnisse und Fristen
Zuständige zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) und Sachverständige
Betriebsgenehmigungen und ggf. Fristverlängerungen

Verantwortlich

Betreiber in Zusammenarbeit mit ZÜS und Behörden

Praxis‑Hinweise

Das Register ist verpflichtend bei überwachungsbedürftigen Anlagen nach der Betriebssicherheitsverordnung. Es muss der Behörde auf Verlangen vorgelegt werden und dient der Planung von Prüfungen.

Erläuterung:

Das ÜAnlG verpflichtet Betreiber, Anlagen so zu errichten, zu ändern und zu betreiben, dass Sicherheit und Gesundheit gewährleistet sind. Sie müssen die Anlagen sicher instand halten und sicherstellen, dass sie vor der Inbetriebnahme und regelmäßig danach durch eine ZÜS geprüft werden. Die Länder führen hierfür Register, in denen Standort, Betreiber und Prüfstatus der überwachten Anlagen erfasst werden. Das Facility Management führt dieses Register, koordiniert die Prüfungen und dokumentiert die Ergebnisse.

Liste der Gewährleistungsfristen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Liste der Gewährleistungsfristen

Zweck & Geltungsbereich

Übersicht über die Fristen zur Geltendmachung von Mängelansprüchen und Gewährleistungen für Bauteile und Systeme der Gasinstallation.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, VOB/B, Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Schlüsselelemente

Vertragsgegenstand, Leistungsdatum und Gewährleistungsdauer
Ablaufdatum und Nachbesserungsfristen
Zuständigkeit für Mangelbearbeitung und Nachbesserung

Verantwortlich

Fachplaner / Facility‑Management‑Controlling

Praxis‑Hinweise

Die Liste ist Teil der Vertragsdokumentation und hilft, Fristversäumnisse zu vermeiden. Sie sollte regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Erläuterung:

Gewährleistungsfristen ergeben sich aus der VOB/B (in der Regel vier Jahre für Bauleistungen) oder abweichenden vertraglichen Vereinbarungen. Ein strukturiertes Verzeichnis ermöglicht dem Betreiber, Mängel fristgerecht zu rügen und Nachbesserungen einzufordern.

Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Mengenermittlung Technische Ausrüstung

Zweck & Geltungsbereich

Grundlage für Kostenermittlung, Ausschreibung und Abrechnung von Leistungen für die Gasinstallation.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, DIN 276 (Kosten im Bauwesen)

Schlüsselelemente

Erfassung der Mengen von Leitungen, Armaturen, Geräten und sonstigen Systemkomponenten
Zuordnung zu Kostengruppen nach DIN 276
Dokumentation der Messmethodik, Toleranzen und Abgrenzungen

Verantwortlich

Fachplaner; Kontrolle durch Bauherr/Facility Manager

Praxis‑Hinweise

Die Mengenermittlung ist wichtig für die Kostenkontrolle und Nachtragsbewertung. Änderungen gegenüber der Planung müssen dokumentiert werden, um Abrechnungsdifferenzen zu vermeiden.

Erläuterung:

Die HOAI verlangt eine nachvollziehbare Mengenermittlung als Grundlage für die Kostenermittlung. Für das Facility Management liefert sie belastbare Daten für Budgets, Ausschreibungen und den späteren wirtschaftlichen Betrieb.

Prüfprotokoll zur Überprüfung der Schutzmaßnahmen – überwachungspflichtige Anlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Prüfprotokoll zur Überprüfung der Schutzmaßnahmen (Record of Review of Protective Measures)

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der regelmäßigen Prüfungen sicherheitsrelevanter Einrichtungen (z. B. Gasdruckregelgeräte, Überdruckventile, Gaslecküberwachung) bei überwachungspflichtigen Anlagen gemäß ÜAnlG und BetrSichV.

Relevante Regelwerke/Normen

ÜAnlG; BetrSichV § 14; TRF; TRBS 1201.

Schlüsselelemente

Anlagenbezeichnung, Standort, Betreiber
Umfang der Schutzmaßnahmenprüfung (Druck, Dichtheit, Funktion)
Festgestellte Mängel und Maßnahmen zur Behebung
Prüfdatum, Prüfer, Freigabevermerk

Verantwortlich

Betreiber (Organisation und Aufbewahrung); zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) oder zur Prüfung befähigte Person (Durchführung).

Praxis‑Hinweise

Muss regelmäßig (i. d. R. jährlich) durchgeführt werden; dient als Nachweis gegenüber Behörden, Versicherern und im Rahmen interner FM‑Sicherheitsaudits.

Erläuterung:

Das ÜAnlG verpflichtet Betreiber von überwachungspflichtigen Gasinstallationen, alle Schutzmaßnahmen vor der Inbetriebnahme, nach wesentlichen Änderungen, nach außergewöhnlichen Ereignissen sowie in regelmäßigen Abständen zu prüfen. Die Prüfungen müssen von einer zugelassenen Überwachungsstelle oder einer zur Prüfung befähigten Person durchgeführt werden. Das Protokoll dokumentiert Art, Umfang und Ergebnis der Prüfung sowie festgestellte Mängel und die Frist für deren Beseitigung. Gemäß BetrSichV § 14 sind die Ergebnisse bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren und den Behörden auf Verlangen vorzulegen. Im Facility Management werden diese Protokolle im Sicherheitsregister geführt und digital archiviert, um Fristenmanagement, Auditfähigkeit und Nachweis der Betreiberpflichten sicherzustellen.

Ausschreibungspläne – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Ausschreibungspläne (Tender Drawings – Technical Equipment)

Zweck & Geltungsbereich

Grundlage für die Ausschreibung, Angebotsprüfung und Vergabe von Gasinstallationsleistungen. Diese Pläne definieren den technischen Leistungsumfang und dienen der Vergleichbarkeit von Angeboten.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphasen 6–7); VOB/A.

Schlüsselelemente

Übersicht der Leitungsführung und Anschlusspunkte
Anforderungen an Materialien, Dimensionen und Druckstufen
Schnittstellen zu anderen Gewerken (Elektro, Heizung, Lüftung)
technische Vorgaben (Schutzzonen, Brandschutz, Lüftung)

Verantwortlich

Fachplaner TGA (Erstellung); Freigabe durch Auftraggeber bzw. Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen; dient im FM als technische Referenz für Gewährleistungsüberwachung und Nachträge.

Erläuterung:

Ausschreibungspläne werden im Rahmen der Leistungsphasen 6 und 7 der HOAI erstellt. Sie stellen sicher, dass der Leistungsumfang der Gasinstallation präzise beschrieben und von allen Bietern einheitlich verstanden wird. Durch die detaillierte Darstellung von Leitungsführung, Materialien und Schnittstellen werden spätere Unklarheiten und Nachtragsforderungen minimiert. Für das Facility Management dienen diese Pläne als Referenz bei der Abnahme, der Gewährleistungsverfolgung und der Bewertung von Änderungen.

Konstruktionspläne – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Konstruktionspläne (Construction Drawings – TGA)

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der geplanten Gasinstallation mit Verlegewegen, Dimensionen und Sicherheitszonen; Abstimmung mit anderen Gewerken.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphase 5); geltende DVGW‑Regelwerke und Brandschutzanforderungen.

Schlüsselelemente

Verlegepläne mit Höhen und Achsen
Kennzeichnung von Armaturen, Mess  und Regeleinrichtungen
Fließrichtung, Werkstoffkennzeichnung, Druckstufen
Abgleich mit Brandschutz  und Statikvorgaben

Verantwortlich

Fachplaner/Konstrukteur TGA (Erstellung); Prüfung durch Facility Manager oder Bauleitung.

Praxis‑Hinweise

Grundlage für die Montageplanung und technische Abnahme; im FM wichtig für Revisionsunterlagen und Leitungsdokumentation.

Erläuterung:

Konstruktionspläne dienen der ausführungsreifen Darstellung der Gasinstallation. Sie müssen mit den Plänen der anderen technischen Gewerke (Elektro, Wasser, Heizung, Lüftung) abgestimmt werden. Die Kennzeichnung von Armaturen, Mess‑ und Regeleinrichtungen sowie die genaue Verlegung von Rohrleitungen ermöglichen eine reibungslose Montage. Für das Facility Management sind diese Pläne essenziell, um später den Bestand zu verwalten, Leitungsverläufe nachzuvollziehen und Anpassungen zu planen.

Ausführungsunterlagen gemäß DIN 18381 (VOB/C)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Ausführungspläne (Implementation Plans)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Darstellung der ausgeführten Gasinstallationen; dient der Abrechnung, Dokumentation und Instandhaltung.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381 (VOB/C ATV); DVGW‑TRGI (Technische Regeln Gasinstallation).

Schlüsselelemente

Rohrleitungsverläufe, Dimensionen, Materialien
Sicherheits  und Absperreinrichtungen
Montagehinweise und Leitungskennzeichnung
Revisionsstatus (As Built)

Verantwortlich

Auftragnehmer/Installateur (Erstellung); Prüfung durch Fachplaner und Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen und Übergabedokumentation; im FM als Grundlage für Wartungsplanung und Betriebssicherheit.

Erläuterung:

Die Ausführungsunterlagen dokumentieren die tatsächlich umgesetzte Installation. Sie basieren auf der DIN 18381 und müssen mit den technischen Regeln der Gasinstallation (DVGW‑TRGI) übereinstimmen. Sie werden nach Abschluss der Montage erstellt und dienen als „As‑Built“-Dokumentation für Abrechnung, Gewährleistungsnachweise und den späteren Betrieb. Im Facility Management sind sie unverzichtbar für die Planung von Wartungsarbeiten, Störungsmanagement und zukünftige Erweiterungen der Anlage.

Betriebs‑ und Instandhaltungsunterlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Betriebs‑ und Wartungshandbuch (Operating and Maintenance Manual)

Zweck & Geltungsbereich

Anleitung für sicheren Betrieb, regelmäßige Wartung und Instandhaltung von Gasinstallationen gemäß den anerkannten Regeln der Technik; berücksichtigt Schnittstellen zu Wasser‑ und Entwässerungssystemen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 1988‑600; DIN 1986‑3; VDI 6026‑1; DVGW W 551; DIN EN 12056‑5.

Schlüsselelemente

Funktionsbeschreibung und Betriebshinweise
Wartungs‑ und Prüfrhythmen
Sicherheitsanweisungen und Notfallmaßnahmen      
Ersatzteillisten und Ansprechpartner        
Dokumentationsverzeichnis (VDI 6026‑konform)

Verantwortlich

Auftragnehmer/Installateur (Erstellung des Handbuchs); Betreiber/Facility Manager (Pflege und Aktualisierung).

Praxis‑Hinweise

Pflichtdokument nach VOB‑Abnahme; im FM als Schulungs‑ und Nachweisgrundlage bei Audits und Arbeitsschutzprüfungen.

Erläuterung:

Das Betriebshandbuch fasst alle relevanten Betriebsinformationen zusammen und bildet die Grundlage für die Einhaltung der Betreiberpflichten nach BetrSichV § 10 und den technischen Regeln der Gasinstallation (TRGI). Die VDI 6026‑1 legt fest, wie Dokumentationen für die technische Gebäudeausrüstung strukturiert sein müssen, damit sie über den gesamten Lebenszyklus nutzbar bleiben. Das Handbuch enthält neben Funktions‑ und Sicherheitsanweisungen auch Wartungsintervalle gemäß DIN 1986‑3 (Betrieb und Wartung von Entwässerungsanlagen) und DIN 1988‑600 (Trinkwasserinstallation in Verbindung mit Feuerlösch‑ und Brandschutzanlagen). Für Warmwasseranlagen werden die hygienischen Anforderungen des DVGW W 551 berücksichtigt (z. B. Warmwasser muss am Speicheraustritt mindestens 60 °C erreichen und im Zirkulationssystem nicht unter 55 °C fallen). Im Facility Management dient das Handbuch als Schulungsunterlage, als Nachweis im Arbeitsschutz und als Grundlage für Wartungspläne.

Berechnungs‑ und Wirtschaftlichkeitsnachweise

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Berechnungs‑ und Auslegungsnachweis (Calculation and Design Report)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Dimensionierung, Druckberechnung und Systemauslegung für Gasinstallationen zur Sicherstellung der technischen Funktion und der Einhaltung von Sicherheitsanforderungen.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphasen 2–3); DIN 18379 (VOB/C ATV für Raumlufttechnik); DVGW‑TRGI.

Schlüsselelemente

Rohrnetzberechnung (Druckverluste, Lastverteilung)
Bemessung der Leitungsquerschnitte     
Material‑ und Sicherheitsfaktoren
Auslegung der Druckregelstrecken

Verantwortlich

Fachplaner TGA (Erstellung); Kontrolle durch Bauherr bzw. Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Planungs‑ und Nachweisunterlagen; im FM zur Überprüfung von Betriebssicherheit und Effizienz heranzuziehen.

Erläuterung:

Der Berechnungs‑ und Auslegungsnachweis dokumentiert die technische Grundlage der Gasinstallation. Er enthält Rohrnetzberechnungen, Dimensionierungen und Sicherheitsfaktoren und dient der Überprüfung, ob die geplante Anlage die erforderlichen Lasten und Druckverhältnisse erfüllen kann. Die Nachweise müssen nach den Regeln der DVGW‑TRGI sowie den einschlägigen Normen der HOAI und VOB erstellt werden. Facility Manager nutzen diese Dokumente, um Betriebssicherheit, Effizienz und mögliche Erweiterungen beurteilen zu können.

Lebenszykluskostenberechnung – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Lebenszykluskostenberechnung (Life Cycle Cost Calculation)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung aller Kosten über die gesamte Nutzungsdauer zur Optimierung von Investition, Betrieb und Instandhaltung.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI; DIN 18960 (Nutzungs‑ und Betriebskosten); ISO 15686‑5 (Life‑Cycle Costing).

Schlüsselelemente

Investitions‑, Betriebs‑ und Wartungskosten
Energieverbrauch und Materialkosten
Lebensdauer der Komponenten
Rückbau  und Entsorgungskosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA (Erstellung); Prüfung durch Controlling oder Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Grundlage für strategische FM‑Entscheidungen (ESG, Budgetplanung, Nachhaltigkeit).

Erläuterung:

Die Lebenszykluskostenberechnung nach DIN 18960 und ISO 15686‑5 umfasst alle Kosten von der Projektvorbereitung bis zum Rückbau der Anlage. Sie berücksichtigt neben den Investitionskosten auch Energie‑, Betriebs‑, Wartungs‑, Rückbau‑ und Entsorgungskosten. Im Facility Management dient die LCC‑Berechnung der langfristigen Planung von Budgets, der Bewertung von Alternativen (z. B. unterschiedliche Materialien oder Regelungskonzepte) und der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen. Durch die Analyse der Lebenszykluskosten können Einsparpotenziale identifiziert und Entscheidungen zur Modernisierung oder zum Austausch von Anlagen fundiert getroffen werden.

Zertifikat über Leistungsbeständigkeit – Bauprodukte

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/‑typ

Zertifikat über Leistungsbeständigkeit (Certificate of Constancy of Performance)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der gleichbleibenden Qualität von Bauprodukten im Sinne der EU‑Bauproduktenverordnung; bestätigt, dass das Produkt dauerhaft die erklärten Leistungseigenschaften erfüllt.

Relevante Regelwerke/Normen

Verordnung (EU) 305/2011; Verordnung (EU) 2024/3110; harmonisierte Normen (z. B. EN 1775 für Gasleitungen).

Schlüsselelemente

Hersteller, Produktidentifikation,
Leistungseigenschaften (Druck, Temperatur, Materialklasse)
Prüfstelle und Prüfnummer
Gültigkeitszeitraum
CE‑Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller/Zertifizierungsstelle (Erstellung); Kontrolle durch Fachplaner oder Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Pflichtnachweis bei Produktabnahme; im FM als Materialnachweis für Wartung und Ersatzteilbeschaffung zu archivieren.

Erläuterung:

Die EU‑Bauproduktenverordnung verpflichtet Hersteller, die Leistung ihrer Bauprodukte in einer Leistungserklärung festzuhalten und diese mittels CE‑Kennzeichnung am Produkt kenntlich zu machen. Für Produkte mit erhöhten Sicherheitsanforderungen (z. B. Gasleitungen, Armaturen) verlangt die Verordnung zusätzlich ein Zertifikat über Leistungsbeständigkeit, das von einer notifizierten Produktzertifizierungsstelle ausgestellt wird. Dieses Zertifikat bestätigt, dass das Produkt auf Basis von Prüfungen, der Erstinspektion des Herstellwerkes und der laufenden Überwachung dauerhaft die deklarierten Leistungseigenschaften erfüllt. Mit Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2024/3110 werden digitale Produktpässe und Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt berücksichtigt, die Rolle des Leistungsbeständigkeitszertifikats bleibt jedoch als Nachweis für die konstante Produktqualität erhalten. Im Facility Management dient das Zertifikat als Nachweis über die Eignung und Sicherheit von Bauteilen und muss für Wartung, Ersatzteilmanagement und Audits archiviert werden.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachberechnung – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der tatsächlich ausgeführten Gasinstallation mit grafischer Darstellung (Bestandspläne) und rechnerischem Nachweis der Auslegung (z. B. Druckverlust‑ und Strömungsberechnung). Die Unterlagen dienen als Grundlage für den späteren Betrieb, Anpassungen und Prüfungen.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphasen 8/9); DIN 18381 (VOB/C); VDI 6026‑1.

Schlüsselelemente

Bestandsplan der Gasleitungssysteme mit Leitungsführung, Dimensionen, Materialien 
Druckverlust‑ und Strömungsberechnungen 
Übersicht der Absperr‑, Sicherungs‑ und Regelarmaturen 
Prüfprotokolle und Abnahmeunterlagen 
Nachweis der Abweichungen zwischen Planung und Ausführung.

Verantwortlich

Fachplaner für technische Ausrüstung (TGA) bzw. ausführender Installateur; Kontrolle durch den Betreiber oder einen Sachverständigen.

Praxis‑Hinweise

Die Erstellung von Bestandsplänen ist Bestandteil der gemäß DIN 18381 mitzuliefernden Unterlagen; sie sind ohne besondere Vergütung bei der Übergabe auszuhändigen. Begriffe wie „Bestands‑“ und „Revisionsplan“ werden synonym verwendet; Form, Anzahl und Ausfertigung der Pläne müssen im Leistungsverzeichnis festgelegt werden. Die Pläne sollten digital (z. B. DWG/IFC) im CAFM‑System hinterlegt werden.

Erläuterung:

Nach Fertigstellung einer Gasinstallation müssen die tatsächlich ausgeführten Leitungsführungen dokumentiert und rechnerisch nachgewiesen werden. Dies umfasst die Ermittlung der Druckverluste, die Dimensionierung sowie die Abbildung aller Armaturen. DIN 18381 verlangt, dass der Auftragnehmer dem Auftraggeber Bestandsunterlagen übergibt. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme sichert die Übereinstimmung zwischen Planung und Ausführung und ermöglicht dem Facility Management eine effiziente Wartung und Anpassung der Anlage.

Bestands‑ und Revisionspläne – Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungssysteme

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Bestands‑ und Revisionspläne (Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungssysteme)

Zweck & Geltungsbereich

Übersicht und Dokumentation der fertiggestellten Installationen von Gas‑, Trinkwasser‑ und Entwässerungsleitungen. Die Pläne dienen als Grundlage für den Betrieb, die Wartung, Inspektionen und eventuelle Erweiterungen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 1986‑3 (Regeln für Betrieb und Wartung von Entwässerungsanlagen); DIN 18381 (VOB/C); DVGW W 551; VDI 6026‑1.

Schlüsselelemente

Vermaßte Leitungsführung mit Dimensionen, Materialien und Gefälle 
Darstellung von Armaturen, Absperreinrichtungen, Prüf‑ und Messpunkten 
Einbindung der Gas‑, Wasser‑ und Abwasserleitungen in die Gesamtversorgung 
Revisionsstand und Aktualisierungsdatum
Hinweise auf Trinkwasserhygiene (3‑Liter‑Regel) und Legionellenschutz

Verantwortlich

Auftragnehmer/Installateur; Prüfung und Freigabe durch den Fachplaner und den Betreiber.

Praxis‑Hinweise

Die DIN 18381 schreibt vor, dass Bestandspläne dem Auftraggeber ohne besondere Vergütung übergeben werden müssen. Die DIN 1986‑3 stellt Leitlinien für Betrieb, Inspektion und Wartung von Entwässerungsanlagen bereit; darin sind Inspektions‑ und Wartungsintervalle für verschiedene Anlagenkomponenten festgelegt, die als Mindestanforderungen gelten. Das DVGW‑Arbeitsblatt W 551 unterscheidet zwischen Klein‑ und Großanlagen anhand des Volumens der Trinkwasserinstallation und verpflichtet Betreiber, eine Kontamination des Trinkwassers zu verhindern. Revisionspläne müssen bei jeder baulichen Änderung aktualisiert und im CAFM‑System fortgeschrieben werden.

Erläuterung:

Bestands‑ und Revisionspläne sind wesentliche Bestandteile der technischen Dokumentation. DIN 18381 verlangt die Übergabe dieser Pläne, und DIN 1986‑3 gibt die Mindestintervalle für Inspektion und Wartung von Entwässerungsanlagen vor; Hersteller können zusätzliche Maßnahmen verlangen. Für Trinkwasserinstallationen ergänzt DVGW W 551 die Anforderungen, indem es die 3‑Liter‑Regel und die Unterscheidung zwischen Klein‑ und Großanlagen beschreibt. Vollständige und aktuelle Pläne ermöglichen eine präzise Lokalisierung der Leitungen, unterstützen die Wartungsplanung und sind bei Störungen oder Umbauten unverzichtbar.

Interdisziplinäre Betriebsanweisungen – Technische Ausrüstung

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Interdisziplinäre Betriebsanweisungen Technische Gebäudeausrüstung

Zweck & Geltungsbereich

Koordinierung der Betriebsabläufe zwischen Gasversorgung, Brandschutz, Lüftung und Gebäudeleittechnik (GLT). Die Anweisungen legen Schnittstellen, Notfallabläufe und gemeinsame Wartungsintervalle fest und sichern den synchronen Betrieb der Gewerke.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphasen 7 und 8); VDI 3819‑3; VDI 6026‑1.

Schlüsselelemente

Schnittstellenbeschreibung zwischen Gewerken 
Notfall‑ und Abschaltstrategien bei Gasaustritt oder Brand 
Koordinierung von Prüf‑ und Wartungsintervallen 
Dokumentation der Sicherheitsfunktionen und der Verantwortlichkeiten 
Kommunikation zwischen Betreiber, Feuerwehr und Servicedienstleistern.

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Freigabe durch den Betreiber, Sicherheitsingenieur und Brandschutzsachverständigen.

Praxis‑Hinweise

Besonders für komplexe Gebäude mit automatisierten Sicherheitsfunktionen ist eine interdisziplinäre Betriebsanweisung erforderlich. Die VDI‑Richtlinie 3819‑3 dient als Anwendungshilfe, damit Betreiber ihre Pflichten bei der Gebäudeübernahme und während des Betriebs kennen und Brandschutzmaßnahmen klar dokumentiert und verstanden werden. Die Dokumentation ist regelmäßig zu aktualisieren und Teil der Betriebsorganisation.

Erläuterung:

Gasversorgungssysteme interagieren mit anderen Gewerken wie Brandschutz, Lüftung und Gebäudeautomation. Eine interdisziplinäre Betriebsanweisung beschreibt, wie die Systeme im Normal‑ und Störfall miteinander verknüpft sind, wer im Alarmfall informiert wird und welche Abschalt‑ oder Entlüftungsfunktionen auszulösen sind. Die VDI 3819‑3 betont, dass Brandschutzmaßnahmen transparent dargestellt und die Verantwortlichkeiten klar geregelt werden müssen. Für Facility Manager ist diese Dokumentation die Grundlage für die Notfallplanung und die Koordination der Gewerke.

Betriebsanweisungen – Flüssiggasanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanweisungen für Flüssiggasanlagen

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung sicherer Betriebsverfahren für Flüssiggas‑Systeme (LPG) zur Vermeidung von Gefährdungen durch Explosion, Brand oder Vergiftung. Die Anweisungen richten sich an alle Beschäftigten, die mit Flüssiggas umgehen, und enthalten Verhaltensregeln für Normal‑ und Störbetrieb.

Relevante Regelwerke/Normen

DGUV‑V 79 (Verwendung von Flüssiggas); Arbeitsschutzgesetz.

Schlüsselelemente

Sicherheits‑ und Schutzmaßnahmen 
Anweisungen zur Überwachung, Prüfung, Entlüftung und Leckagekontrolle 
Verhalten bei Leckagen, Störungen und Brand
Hinweise auf persönliche Schutzausrüstung (PSA) 
Ansprechpartner im Notfall.

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betreiber; Unterweisungspflicht gegenüber Beschäftigten.

Praxis‑Hinweise

Gemäß DGUV‑V 79 hat der Unternehmer eine Betriebsanweisung in verständlicher Form aufzustellen, die alle für den sicheren Betrieb erforderlichen Angaben enthält; diese Anweisung ist den Versicherten bekanntzumachen und muss am Betriebsort jederzeit zugänglich sein. Beschäftigte müssen die Betriebsanweisung beachten. Sie ist Bestandteil des Arbeitsschutzkonzepts und sollte regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Erläuterung:

Flüssiggas unterliegt besonderen Gefahren. § 5 der DGUV‑Vorschrift 79 schreibt vor, dass der Unternehmer für Flüssiggasanlagen eine Betriebsanweisung erstellt, die alle sicherheitsrelevanten Angaben enthält und den Beschäftigten bekannt gemacht werden muss. Diese Anweisung umfasst u. a. das Vorgehen bei Störungen, das sichere Befüllen und Entleeren der Behälter, die richtige Lagerung und das Verhalten im Brandfall. Eine verständliche Betriebsanweisung erhöht die Arbeitssicherheit und reduziert das Risiko von Unfällen.

Betriebsbuch – Gasanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Betriebsbuch für Gasanlagen

Zweck & Geltungsbereich

Fortlaufende Erfassung aller Betriebszustände, Prüfungen, Wartungen, Störungen und sonstigen Ereignisse im laufenden Betrieb von Gasversorgungsanlagen. Das Betriebsbuch dient als Nachweis der ordnungsgemäßen Überwachung und Instandhaltung.

Relevante Regelwerke/Normen

VDI‑MT 3810‑1; VDI/DVQST‑EE 3810‑2.1.

Schlüsselelemente

Datum, Maßnahme, verantwortliche Person 
Ergebnisse von Prüfungen und Wartungen 
festgestellte Abweichungen, Störungen und ergriffene Maßnahmen 
Freigaben nach Instandsetzung 
Dokumentation von Probenahmen und Hygieneuntersuchungen bei Trinkwassersystemen.

Verantwortlich

Betreiber/Facility Manager; Eintragungen durch Fachpersonal.

Praxis‑Hinweise

In den Empfehlungen zu VDI 3810 wird betont, dass Instandhaltungsmaßnahmen und Probenahmen im Betriebsbuch zu protokollieren sind. Das Motto „Quod non est in actis, non est in mundo“ verdeutlicht, dass nicht dokumentierte Maßnahmen als nicht durchgeführt gelten. Ein digitales, revisionssicheres Betriebsbuch erleichtert den Nachweis gegenüber Behörden und bei Audits.

Erläuterung:

Das Betriebsbuch ist Teil des Anlagenbuchs und die zentrale Ablage für alle relevanten Dokumente über Arbeiten an der Gasinstallation. Die VDI‑Empfehlungen 3810‑2.1 fordern, dass Instandhaltungsmaßnahmen und Probenahmen protokolliert werden. Ein sorgfältig geführtes Betriebsbuch dokumentiert Prüfungen, Wartungen, Störungen und Freigaben und ist Grundlage für die Betreiberverantwortung gemäß Arbeitsschutz‑ und Betriebssicherheitsrecht.

Sicherheitsrelevante Prüfbescheinigung (ZÜS)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Sicherheitsrelevante Prüfbescheinigung durch zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Betriebssicherheit überwachungsbedürftiger Anlagen (z. B. Druckbehälter, Gasdruckregelanlagen) durch eine zugelassene Überwachungsstelle. Die Bescheinigung bestätigt, dass die Anlage sicher errichtet, betrieben und instand gehalten wird und dass die technischen Unterlagen plausibel sind.

Relevante Regelwerke/Normen

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) §§ 15–17.

Schlüsselelemente

Prüfumfang, Ergebnisse und Bewertung 
Feststellung der sicheren Errichtung und der Eignung der Sicherheitsmaßnahmen 
Abweichungen und Fristen für Mängelbeseitigung 
Festlegung der nächsten Prüffristen 
Prüfstempel oder Unterschrift der ZÜS 
Anlagenidentifikation, Prüfdatum, Art der Prüfung, Grundlagen, Umfang und Ergebnis.

Verantwortlich

Zugelassene Überwachungsstelle (z. B. TÜV, DEKRA) führt die Prüfung durch; der Betreiber ist für die Aufbewahrung der Bescheinigung verantwortlich.

Praxis‑Hinweise

Die BetrSichV verpflichtet den Arbeitgeber, sicherzustellen, dass überwachungsbedürftige Anlagen vor der Inbetriebnahme und nach Änderungen geprüft werden. Die Prüfungen sind von einer ZÜS durchzuführen; das Ergebnis ist aufzuzeichnen und in Form einer Prüfbescheinigung zu dokumentieren, die Angaben zu Anlagenidentifikation, Prüfdatum, Prüfumfang und den nächsten Prüffristen enthält. Prüfbescheinigungen müssen am Betriebsort mindestens während der Verwendungsdauer aufbewahrt werden. Sie dienen als Nachweis bei Behörden und Versicherungen.

Erläuterung:

Gemäß § 15 ff. BetrSichV sind überwachungsbedürftige Anlagen vor der ersten Inbetriebnahme und nach prüfpflichtigen Änderungen von einer zugelassenen Überwachungsstelle zu prüfen. Die Prüfung stellt sicher, dass die technischen Unterlagen vorliegen und dass die Anlage in sicherem Zustand ist. Die Prüfung ist von einer ZÜS durchzuführen. § 17 BetrSichV legt fest, welche Angaben die Prüfaufzeichnung enthalten muss (z. B. Anlagenidentifikation, Prüfdatum, Art der Prüfung, Prüfumfang, Ergebnis und Frist für nächste Prüfung) und dass die Aufzeichnungen am Betriebsort aufzubewahren sind. Für das Facility Management sind diese Bescheinigungen ein wichtiger Bestandteil des Compliance‑Managements.

Bewertung technischer Bauprodukte

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Bewertung technischer Bauprodukte nach Bauproduktenverordnung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis, dass eingesetzte Bauprodukte (z. B. Rohre, Armaturen, Ventile) den harmonisierten europäischen Bauproduktanforderungen entsprechen. Die Bewertung sichert, dass Produkte nur einmal geprüft werden müssen und im EU‑Binnenmarkt frei verkehren können.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011 (Bauproduktenverordnung – CPR); Informationsseiten der Europäischen Kommission zur DoP und CE‑Kennzeichnung.

Schlüsselelemente

Produktbeschreibung und Leistungsmerkmale 
CE‑Kennzeichnung 
Declaration of Performance (DoP) mit Angaben zur Leistung 
Prüfergebnisse anerkannter Stellen 
Herstellererklärung über Leistungskonstanz 
Prüfzertifikate von notifizierten Stellen.

Verantwortlich

Hersteller (Erstellung der DoP und CE‑Kennzeichnung); Kontrolle durch Fachplaner oder Betreiber.

Praxis‑Hinweise

Die Bauproduktenverordnung legt harmonisierte Regeln für das Inverkehrbringen von Bauprodukten fest und stellt eine gemeinsame technische Sprache bereit. Jedes Bauprodukt, das von einer harmonisierten Norm erfasst wird oder für das ein europäisches Bewertungsdokument vorliegt, benötigt eine Declaration of Performance und muss CE‑gekennzeichnet sein. Das CE‑Zeichen zeigt die Konformität mit der deklarierten Leistung an. Vor dem Einbau sollten die Nachweise geprüft und in der Anlagendokumentation abgelegt werden.

Erläuterung:

Die Bauproduktenverordnung (CPR) schafft harmonisierte Regeln für die Vermarktung von Bauprodukten in der EU. Sie fordert, dass Hersteller für Produkte, die von harmonisierten Normen oder Europäischen Technischen Bewertungen abgedeckt sind, eine Declaration of Performance erstellen und das CE‑Zeichen anbringen. Die DoP enthält Angaben zur Leistungsfähigkeit des Produkts; die CE‑Kennzeichnung bescheinigt die Konformität mit der erklärten Leistung. Im Facility Management gewährleistet die Dokumentation der DoP, dass nur zugelassene und leistungsfähige Produkte eingesetzt werden, und dient als Grundlage für Gewährleistungs‑ und Haftungsfragen.

Europäisches Bewertungsdokument (EAD)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Europäisches Bewertungsdokument (EAD)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für Produkte ohne harmonisierte Norm. Ein EAD ermöglicht es, eine Europäische Technische Bewertung (ETA) zu erstellen und dient damit als Grundlage für die Declaration of Performance und die CE‑Kennzeichnung.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; Verordnung (EU) 2024/3110 (geplante Neufassung).

Schlüsselelemente

Leistungsbeschreibung und Prüfmethoden für das spezifische Produkt 
Bewertungsverfahren für Sonderprodukte 
Ausgestellte Europäische Technische Bewertung (ETA) 
Leistungserklärung (DoP) 
Zertifikat einer notifizierten Prüfstelle.

Verantwortlich

Hersteller bzw. Zertifizierungsstelle; Kontrolle durch Planer oder Betreiber.

Praxis‑Hinweise

Ein EAD ist erforderlich für Sonderkomponenten, die nicht von harmonisierten Normen abgedeckt sind (z. B. spezielle Sicherheitsventile oder flexible Gasleitungen). Die europäische Bewertungsdokumentation sollte vor dem Einbau vorliegen, geprüft und im Anlagenordner abgelegt werden.

Erläuterung:

Nicht alle Produkte des Gasversorgungssystems werden von harmonisierten Normen erfasst. Für Sonderprodukte stellt ein Europäisches Bewertungsdokument (EAD) die technische Grundlage dar, um eine Europäische Technische Bewertung (ETA) zu erteilen. Die ETA ermöglicht dem Hersteller, eine Leistungserklärung zu erstellen und das Produkt mit dem CE‑Zeichen zu versehen. Facility Manager sollten prüfen, dass für solche Produkte ein gültiges EAD bzw. eine ETA vorliegt, um die Konformität und Sicherheit des eingesetzten Materials zu gewährleisten.

Brandschutz‑ und Steuerungsdokumente

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Brandschutzmatrix / Steuerungsmatrix

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der logischen und funktionalen Verknüpfungen zwischen Gasabsperreinrichtungen, Brandmeldeanlage, Lüftung und Notabschaltung. Sie beschreibt Auslösekriterien und Reaktionsketten im Brand‑ oder Störfall und dient als Grundlage für Prüfungen, Abnahmen und den sicheren Betrieb.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphasen 6–8); VDI 3819‑3.

Schlüsselelemente

Auslösekriterien (z. B. Gasmelder, Rauchmelder) und Reaktionsketten
Notabschalt‑ und Entlüftungsfunktionen 
Prüf‑ und Testanweisungen für die Steuerungsfunktionen 
Funktionsbeschreibung je Brandabschnitt 
Verantwortlichkeiten und Meldewege 
Aktualisierungsvermerk.

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Brandschutzplaner; Prüfung durch Sachverständigen; Freigabe durch Betreiber.

Praxis‑Hinweise

Die VDI 3819‑3 bietet eine praktische Anwendungshilfe, damit Betreiber die Brandschutzauflagen bei der Gebäudeübernahme und im Betrieb kennen und umsetzen können. Eine Brandschutz‑/Steuerungsmatrix dient als Kommunikationsgrundlage zwischen Planer, Betreiber, Feuerwehr und Prüfern und muss regelmäßig aktualisiert werden, insbesondere bei Änderungen der Gasversorgung oder der Brandschutzanlage.

Erläuterung:

In Gasversorgungssystemen ist eine lückenlose Abstimmung zwischen Gasabsperrung, Brandmeldeanlage, Lüftung und Notabschaltung erforderlich. Die Brandschutzmatrix dokumentiert diese Verknüpfungen, legt die Reaktionsketten im Ereignisfall fest und stellt sicher, dass die technischen Anlagen im Brandfall funktionsfähig bleiben oder gezielt abgeschaltet werden können. Die VDI 3819‑3 erklärt, dass die Richtlinie als praktische Anwendungshilfe dient, um die Auflagen bei der Gebäudeübernahme und während des Betriebs zu kennen und umzusetzen. Für Facility Manager bildet die Matrix die Basis für Funktionsprüfungen, Schulungen und Abstimmungen mit Behörden.

Wirtschaftlichkeits‑ und Betriebskostenunterlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Betriebskostenberechnung (Life Cycle Cost – LCC)

Zweck & Geltungsbereich

Analyse und Darstellung der zu erwartenden Betriebskosten des Gasversorgungssystems über den gesamten Lebenszyklus. Die Berechnung unterstützt Investitions‑ und Budgetentscheidungen und ermöglicht den Vergleich verschiedener Anlagenausführungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, insbesondere Anlage 15 (Leistungsphase 3).

Schlüsselelemente

Energie‑, Wasser‑ und Wartungskosten 
Austausch‑ und Modernisierungszyklen 
Bewertung der Lebenszykluskosten (Investitions‑, Betriebs‑ und Entsorgungskosten) 
Wirtschaftlichkeitsvergleich verschiedener Anlagenkonzepte
Dokumentation der Annahmen und Berechnungsmethoden.

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Kontrolle und Freigabe durch Bauherr oder Facility Manager.

Praxis‑Hinweise

Als besondere Leistung in der HOAI kann eine detaillierte Betriebskosten‑ und Lebenszykluskostenberechnung beauftragt werden. Die Berechnung dient der Investitions‑ und Budgetplanung, der Entscheidung über Wartungsverträge und der Optimierung des Anlagenbetriebs. Sie sollte regelmäßig überprüft und bei geänderten Randbedingungen angepasst werden.

Erläuterung:

Die Betriebskostenberechnung bildet die Grundlage für die wirtschaftliche Bewertung eines Gasversorgungssystems. Anlage 15 der HOAI sieht als besondere Leistung die Berechnung der Betriebskosten und der Lebenszykluskosten vor. Dazu gehören Energieverbrauch, Wartungsaufwand, Ersatz‑ und Modernisierungskosten sowie Entsorgung. Durch den Vergleich unterschiedlicher Ausführungsvarianten lassen sich die wirtschaftlichsten Lösungen identifizieren. Facility Manager nutzen diese Analyse zur Planung von Budgets und zur Optimierung der Betriebsstrategien.

Planungs- und Ausschreibungsunterlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Lösungsdarstellung Gasversorgungssysteme – Ausführungsplanung (LPH 5)

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte technische Auslegung und Ausführungsplanung der Gasinstallation, einschließlich Leitungsführung, Armaturen und Sicherheitseinrichtungen.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphase 5)

Schlüsselelemente

Anlagenschema, Strang‑ und Fließbilder
Leitungsverlauf, Dimensionen, Werkstoffe
Sicherheitseinrichtungen (Absperrventile, Gaswarnanlagen, Druckregelgeräte)
Schnittstellen zu anderen Gewerken (Lüftung, Elektro, Brandschutz)
Explosions‑ und Brandschutzkonzept

Verantwortlich

Fachplaner technische Gebäudeausrüstung (TGA); Kontrolle: Bauherr / Sachverständiger / Facility Management.

Praxis‑Hinweise

Grundlage für Ausführung, Montagekoordination und spätere Betriebsführung; Bestandteil der Abnahmedokumentation.

Erläuterung:

In der Leistungsphase 5 der HOAI wird die Ausführungsplanung erstellt. Sie umfasst detaillierte Konstruktions‑ und Montagepläne, Auslegungsberechnungen sowie Koordinationspläne mit anderen Gewerken. Die Anlagenschemata und Strangzeichnungen legen die Leitungswege, Dimensionen und Werkstoffe verbindlich fest und integrieren Sicherheitseinrichtungen wie Absperrventile, Gasdetektoren oder Druckregler. Die Planung muss ein Explosions‑ und Brandschutzkonzept berücksichtigen, das Sicherheitsabstände, brandschutztechnische Abschottungen und die Einbindung in die Gebäudeautomation beschreibt. Diese Unterlagen dienen als technische Grundlage für die Ausführung, für die Montagekoordination vor Ort sowie für das Facility Management, das die Pläne als Referenz für Betrieb, Wartung und spätere Modernisierungen benötigt.

Vergabeunterlagen - LPH 7

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Technische Lösungsbeschreibung Gasinstallation – Vergabeunterlagen (LPH 7)

Zweck & Geltungsbereich

Zusammenstellung der technischen und wirtschaftlichen Spezifikationen nach Abschluss der Ausschreibung.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphase 7); DIN 18379 und DIN 18381 (VOB/C)

Schlüsselelemente

Detaillierte Leistungsbeschreibung
Technische Spezifikationen der angebotenen Komponenten
Hersteller‑ und Produktauswahl
Angebotsbewertung und Variantenvergleich
Anpassungen nach Bietererklärungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Prüfung: Auftraggeber / Facility Management.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Vergabeakte; im Facility Management wichtig für Nachvollziehbarkeit von Kosten, Herstellern und Ersatzteilmanagement.

Erläuterung:

Die Leistungsphase 7 der HOAI umfasst die Mitwirkung bei der Vergabe. Der Fachplaner bereitet die Vergabeunterlagen vor, erstellt die technische Leistungsbeschreibung und wertet die Angebote aus. Die Normen DIN 18379 (Raumlufttechnische Anlagen) und DIN 18381 (Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden) geben die technischen Vertragsbedingungen vor. Die Lösungsbeschreibung fasst die gewählte Lösung mit allen technischen Spezifikationen, Materialangaben und Herstellern zusammen, dokumentiert die Bewertung der Angebote und begründet die Vergabeentscheidung. Für das Facility Management sind diese Unterlagen wichtig, um später die Anlagenspezifikation, Hersteller, Garantiebedingungen und Ersatzteile nachvollziehen zu können.

Datenerfassung, Analysen und Optimierungsprozesse

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Datenanalyse und Optimierungsbericht Gasversorgungssysteme

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Effizienz, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Gasinstallation auf Basis planungs‑ und betriebsrelevanter Daten.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Lebenszyklusorientierung), DIN‑EN‑ISO‑Normen für Energiemanagement (z. B. DIN EN ISO 50001)

Schlüsselelemente

Erfassung von Betriebsdaten (Druck, Durchfluss, Temperatur)
Analyse der Energieeffizienz und Betriebskosten
Risiko‑ und Schwachstellenanalyse
Maßnahmenempfehlungen zur Optimierung

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Auswertung: Betreiber / Facility Management.

Praxis‑Hinweise

Grundlage für Energiemanagement und Instandhaltungsstrategie; dient der kontinuierlichen Verbesserung im Facility Management.

Erläuterung:

Nach Inbetriebnahme sollten relevante Betriebsdaten systematisch erfasst und ausgewertet werden. Druck‑ und Durchflussmessungen, Temperaturverläufe und Störungsmeldungen erlauben Rückschlüsse auf die Energieeffizienz und die Betriebssicherheit. Auf Basis dieser Daten erstellt der Fachplaner einen Optimierungsbericht, der Schwachstellen (z. B. überdimensionierte Leitungen, unnötige Druckverluste, unzureichende Isolation) identifiziert und Maßnahmen wie den Austausch von Armaturen, Regeloptimierung oder Anpassung von Wartungsintervallen empfiehlt. Diese Datenanalyse unterstützt das Facility Management dabei, Energiekosten zu senken, die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern und Risiken frühzeitig zu erkennen.

Dokumentation des Ausschreibungsverfahrens

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Vergabedokumentation (Technische Gebäudeausrüstung)

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Dokumentation der Ausschreibung und Auftragsvergabe für Gasinstallationen.

Relevante Regelwerke/Normen

Vergabeverordnung (VgV); Unterschwellenvergabeordnung (UVgO); VOB/A; HOAI

Schlüsselelemente

Ausschreibungsunterlagen
Angebotsbewertung, Preisspiegel
Vergabeentscheidung, Nachweise zur Bietereignung
Vergabevermerk bzw. Dokumentation der Entscheidungsgründe

Verantwortlich

Auftraggeber / Fachplaner TGA.

Praxis‑Hinweise

Muss revisionssicher archiviert werden; Facility Management nutzt diese Unterlagen zur Nachvollziehbarkeit von Verträgen und Gewährleistungsfristen.

Erläuterung:

Die Vergabeverordnung und die UVgO schreiben vor, dass das Vergabeverfahren von Beginn an in Textform zu dokumentieren ist. Alle Verfahrensstufen, Maßnahmen und die Begründung der Entscheidungen sind festzuhalten. Die Dokumentation enthält Gründe für die Wahl eines bestimmten Vergabeverfahrens (z. B. beschränkte Ausschreibung oder Verhandlungsvergabe), die Gründe für den Verzicht auf eine Losbildung, die Auswahl‑ und Zuschlagskriterien, die Namen der berücksichtigten und nicht berücksichtigten Bieter sowie die Gründe für ihre Auswahl oder Ablehnung. Diese Dokumente und die Angebote müssen mindestens drei Jahre ab dem Zuschlag aufbewahrt werden. Für das Facility Management bilden sie die Grundlage zur Überwachung von Verträgen, zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen und für spätere Ausschreibungen.

Ausführungs‑ und Sicherheitsnachweise

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Nachweis der Dämm‑ und Brandschutzarbeiten

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der korrekten Ausführung von Dämmungs‑ und Brandschutzmaßnahmen an Gasleitungen und Anlagenteilen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18421 (VOB/C)

Schlüsselelemente

Beschreibung der Materialien und Ausführungsdetails
Baustoffklassen (z. B. A1–E nach DIN EN 13501)
Abnahmeprotokolle, Fotos, Prüfzeugnisse
Hersteller‑ und Zulassungsnachweise

Verantwortlich

Ausführendes Fachunternehmen; Kontrolle: Planer / Brandschutzbeauftragter.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen; dient im Facility Management als Grundlage für spätere Inspektionen, Sanierungen und Brandschutz‑Audits.

Erläuterung:

Die DIN 18421 regelt die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Dämm‑ und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen. Sie gilt für Dämm‑ und Brandschutzarbeiten an Produktions‑ und Verteilungsanlagen der Industrie und der technischen Gebäudeausrüstung, einschließlich Apparaten, Behältern, Rohrleitungen, Lüftungs‑, Heiz‑, Klima‑, Kalt‑ und Warmwasseranlagen sowie für Brandschutzarbeiten an Elektro‑ und Entrauchungsanlagen und für Abschottungen bei Decken‑ und Wandöffnungen. Die Dokumentation muss die verwendeten Dämm‑ und Brandschutzmaterialien, deren Baustoffklassen nach DIN EN 13501, die Ausführungsdetails und Prüfzeugnisse enthalten. Fotos der fertiggestellten Arbeiten sowie Herstellernachweise und Zulassungen (z. B. allgemeine bauaufsichtliche Zulassung oder Europäische Technische Bewertung) sind beizufügen. Diese Unterlagen werden bei Abnahmeprüfungen verwendet und bilden im Facility Management eine wichtige Grundlage für spätere Brandschutzkontrollen und Sanierungen.

Dokumentation von Risikobewertungen – Arbeitsmittel

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung für Arbeitsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung und Dokumentation der Gefährdungen im Umgang mit Gasinstallationen als Arbeitsmittel.

Relevante Regelwerke/Normen

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV); DGUV‑Regelwerke

Schlüsselelemente

Gefährdungsermittlung (Explosions‑, Brand‑, Druckrisiken)
Schutzmaßnahmen (technisch, organisatorisch, personenbezogen)
Unterweisungsnachweise
Prüfintervalle und Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber; Kontrolle: Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Praxis‑Hinweise

Pflichtdokument nach Arbeitsschutzrecht; im Facility Management zentral für Betreiberhaftung und Sicherheitsmanagement.

Erläuterung:

Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet Arbeitgeber, Gefährdungen beim Einsatz von Arbeitsmitteln – hierzu zählen gasführende Anlagen – zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Die Gefährdungsbeurteilung umfasst die Identifikation von Explosions‑, Brand‑ und Druckrisiken, die Bewertung der Wechselwirkungen mit anderen Arbeitsplätzen und die Festlegung technischer (z. B. explosionsgeschützte Ausrüstung, Gaswarneinrichtungen), organisatorischer (z. B. Betriebsanweisungen, Freigabesysteme) und personenbezogener Schutzmaßnahmen (Schutzausrüstung). Die Ergebnisse werden dokumentiert und müssen regelmäßig überprüft und angepasst werden. Die DGUV‑Information 203‑092 betont, dass Gefährdungsbeurteilungen schriftlich festgehalten, regelmäßig fortgeschrieben und durch qualifiziertes Personal erstellt werden müssen. Für das Facility Management bildet die Dokumentation die Grundlage für Unterweisungen, Prüfpläne und das Sicherheitsmanagement.

Dokumentation von Risikobewertungen – Systeme, die einer Überwachung bedürfen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung überwachungsbedürftiger Anlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der sicheren Betriebsweise und Wartungspflicht für gasführende Anlagen, die der Überwachungspflicht unterliegen.

Relevante Regelwerke/Normen

ÜAnlG; TRBS 3121

Schlüsselelemente

Prüfumfang, Prüfintervalle, Prüfstelle
Festgestellte Mängel und Maßnahmen
Prüfbescheide der zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS)
Dokumentation der Mängelbeseitigung

Verantwortlich

Betreiber / Inhaber der Anlage; Prüfende ZÜS.

Praxis‑Hinweise

Nachweise müssen in der Betriebsakte abgelegt werden; Grundlage für TÜV‑ und BG‑Prüfungen.

Erläuterung:

Das Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen verpflichtet Betreiber, bei Errichtung und Betrieb solcher Anlagen Gefährdungen zu beurteilen und daraus notwendige Schutzmaßnahmen abzuleiten. Die Gefährdungsbeurteilung ist zu dokumentieren und bildet die Grundlage für Prüfungen durch zugelassene Überwachungsstellen. Vor der ersten Inbetriebnahme, nach prüfpflichtigen Änderungen, nach außergewöhnlichen Ereignissen und in regelmäßigen Abständen müssen zugelassene Prüfstellen die Anlagen auf sicheren Zustand prüfen. Festgestellte Mängel sind binnen angemessener Frist zu beseitigen; bei gefährlichen Mängeln darf die Anlage nicht betrieben werden. Die Prüfberichte, Bescheinigungen und Nachweise der Mängelbeseitigung sind im Betriebsdokumentationssystem aufzubewahren, sodass sie bei externen Audits (z. B. durch die Berufsgenossenschaft oder TÜV) vorgelegt werden können.

Dokumentation – Spezifische technische Bauprodukte

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Technische Produktdokumentation (EU‑Bauprodukte)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis, dass verwendete Bauprodukte den EU‑Anforderungen an Sicherheit, Leistung und Konformität entsprechen.

Relevante Regelwerke/Normen

EU‑Bauprodukteverordnung 305/2011 (BauPVO)

Schlüsselelemente

CE‑Kennzeichnung und Leistungserklärung (Declaration of Performance, DoP)
Prüfberichte und Zertifikate
Produktidentifikation und Seriennummern
Hinweise zur werkseigenen Produktionskontrolle

Verantwortlich

Hersteller / Lieferant; Prüfung: Installateur / Planer / Facility Management.

Praxis‑Hinweise

Bestandteil der Materialfreigabe und Bauabnahme; Facility Management nutzt diese Daten für Instandhaltung und Austauschmanagement.

Erläuterung:

Die europäische Bauprodukteverordnung regelt, dass nur Bauprodukte mit einer Leistungserklärung und CE‑Kennzeichnung in Verkehr gebracht werden dürfen. Hersteller müssen eine technische Dokumentation erstellen, die die Leistungsmerkmale nach harmonisierten Normen nachweist, und die Produkte eindeutig kennzeichnen. Sie sind verpflichtet, die Leistungserklärung zehn Jahre aufzubewahren, Seriennummern und Herstellerangaben auf dem Produkt anzubringen und eine werkseigene Produktionskontrolle durchzuführen. Im Falle von Nichtkonformität müssen sie Korrekturmaßnahmen ergreifen und den nationalen Behörden die erforderlichen Unterlagen vorlegen. Für das Facility Management bedeutet dies, dass bei Beschaffung und Montage von Gasinstallationen nur Produkte mit vollständiger CE‑Dokumentation verwendet werden dürfen; die Unterlagen werden für die Wartung, Gewährleistung und im Schadensfall benötigt.

Betriebs‑ und Instandhaltungsunterlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Wartungsanleitungen und ‑nachweise

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Anweisungen und Nachweise für Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Gasanlagen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 13460

Schlüsselelemente

Wartungsplan, Prüfpunkte, Intervalle
Checklisten, Prüfberichte
Ersatzteil‑ und Verbrauchsmateriallisten
Verantwortlichkeiten und Freigaben

Verantwortlich

Hersteller / Wartungsfirma; Kontrolle: Betreiber / Facility Management.

Praxis‑Hinweise

Grundlage für Auditfähigkeit und Betreiberpflichten nach BetrSichV; dient der Lückenlosigkeit der Wartungshistorie.

Erläuterung:

Die Norm DIN EN 13460 legt fest, welche Dokumente für die Instandhaltung bereitzustellen sind. Im normativen Teil beschreibt sie die Phase vor der Inbetriebnahme, in der die Hersteller für den Käufer eine vollständige Dokumentation zur sachgerechten Instandhaltung und zum Betrieb erstellen müssen. Diese umfasst Wartungsanleitungen, Ersatzteillisten, Prüf‑ und Messanweisungen sowie Angaben zu Prüffristen. Für das Facility Management dienen diese Unterlagen dazu, Wartungen strukturiert zu planen, Checklisten anzuwenden, Verantwortlichkeiten zuzuordnen und den Nachweis der ordnungsgemäßen Durchführung zu führen. Eine lückenlose Wartungshistorie ist Voraussetzung für die Einhaltung der Betriebssicherheitsverordnung und erhöht die Rechtssicherheit im Schadensfall.

Dokumentation des Bauprozesses

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Bautagebuch (Baufortschrittsdokumentation)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis über Baufortschritt, eingesetzte Materialien, beteiligte Personen und besondere Vorkommnisse.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (Leistungsphase 8); VOB/B

Schlüsselelemente

Datum, Wetter, Beteiligte, Arbeitsschritte
Abweichungen, Mängel, Prüfungen
Fotos, Unterschriften, Nachträge

Verantwortlich

Bauleitung / TGA‑Fachplaner; Prüfung: Auftraggeber.

Praxis‑Hinweise

Rechtlich verbindliche Dokumentation für Nachträge, Gewährleistung und Betreiberarchiv.

Erläuterung:

Während der Bauausführung (Leistungsphase 8 der HOAI) ist die Bauleitung verpflichtet, ein Bautagebuch zu führen. Dieses dient der fortlaufenden Dokumentation des Bauablaufs: Datum, Wetterverhältnisse, beteiligte Firmen, Anzahl der Mitarbeiter, verwendete Geräte und Materialien, ausgeführte Arbeiten sowie erkannte Mängel werden festgehalten. Protokolle von Besprechungen, Anweisungen des Bauleiters und Abnahmeprotokolle werden mit Unterschriften dokumentiert. Fotos ergänzen die schriftlichen Einträge, insbesondere von Leitungsführungen und Einbauten, die später verdeckt sind. Für das Facility Management stellt das Bautagebuch eine wesentliche Informationsquelle dar: Es ermöglicht die Nachverfolgung von Bauleistungen, unterstützt Gewährleistungsansprüche und liefert Informationen für zukünftige Umbauten oder Sanierungen.

Vergabe‑ und Eignungsnachweise

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Eignungsnachweis (Proof of Suitability)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Bietern im Rahmen von Ausschreibungen. Die Vergabestellen verlangen den Nachweis, dass potenzielle Auftragnehmer über qualifiziertes Personal, ausreichende Ressourcen und entsprechende Referenzen verfügen.

Relevante Regelwerke/Normen

VOB/A 2019 – §§ 6 bis 8 (Eignungsnachweise)

Schlüsselelemente

Nachweis der technischen Qualifikation (DVGW‑Zulassung, Meisterbrief im Gas‑ und Wasserinstallateurhandwerk, Fachkundenachweise)
Referenzen über vergleichbare Projekte
Angaben zu Personal, Ausrüstung, Werkstatteinrichtung und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit
Versicherungsnachweis (Betriebshaftpflicht)
Gewerbe , Steuer  und Unbedenklichkeitsbescheinigungen
ggf. Präqualifikationsnachweis in einem anerkannten Register

Verantwortlich

Auftragnehmer/Bieter für die Erstellung; Prüfung durch Vergabestelle und Fachplaner.

Praxis‑Hinweise

Für öffentliche und private Ausschreibungen ist der Eignungsnachweis Pflicht. Öffentliche Auftraggeber erkennen präqualifizierte Unternehmen an, andernfalls sind Eigenerklärungen und Bescheinigungen einzureichen. Die Dokumente bilden auch für Facility Manager eine Grundlage, um Fremdfirmen hinsichtlich Qualität und Haftung zu beurteilen.

Erläuterung:

Der Eignungsnachweis nach VOB/A ist ein Kernbestandteil der Qualitätssicherung im Bauwesen. Er sorgt dafür, dass nur qualifizierte und zugelassene Fachbetriebe Gasinstallationen ausführen dürfen. Voraussetzung ist in der Regel eine Meisterqualifikation im Installateur‑ und Heizungsbauerhandwerk sowie der Nachweis spezifischer Fachkunde gemäß DVGW‑Arbeitsblättern (z. B. TRGI). Präqualifizierte Firmen weisen ihre Eignung durch Eintragung in ein Präqualifikationsverzeichnis nach; nicht präqualifizierte Unternehmen müssen entsprechende Unterlagen vorlegen. Für den Facility Manager bildet der Eignungsnachweis eine wesentliche Basis zur Fremdfirmenbewertung und zur Minimierung der Betreiberhaftung.

Planungsunterlagen gemäß HOAI

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Mengenermittlung (Determination of Quantities)

Zweck & Geltungsbereich

Ermittlung aller relevanten Mengen für Ausschreibung, Kostenkalkulation und spätere Abrechnung. Die Mengenermittlung ist Teil der Leistungsphasen 3 bis 8 nach HOAI und bildet die Grundlage für Leistungsverzeichnisse und Vergabeunterlagen.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI, Leistungsbilder für Technische Ausrüstung (insbesondere LPH 3–6)

Schlüsselelemente

Mengen für Leitungen, Armaturen, Ventile, Gasgeräte und sonstige Anlagenteile
Zuordnung zu Anlagenteilen, Geschossen und Räumen
Verweis auf den jeweiligen Planungsstand (Vorplanung, Entwurfs , Ausführungs  und Bestandspläne)
Grundlage für Leistungsverzeichnisse, Kostenberechnungen und Nachkalkulationen

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Kontrolle durch Auftraggeber und Projektsteuerung.

Praxis‑Hinweise

Die Mengenermittlung verbindet technische Planung und wirtschaftliche Umsetzung. Sie ermöglicht Kostenkontrolle und ist wichtig für Lebenszykluskostenanalysen sowie die Kalkulation von Ersatzteilen im Facility Management.

Erläuterung:

Die Mengenermittlung gemäß HOAI dient der systematischen Erfassung aller Bauteile und Mengen für Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen. Der Fachplaner ermittelt anhand der Planungsunterlagen Leitungsführungen, Dimensionen, Anzahl der Armaturen sowie Gasgeräte und dokumentiert diese in Listen. Diese Daten werden in Leistungsverzeichnissen verarbeitet und bilden die Basis für Ausschreibungen. Für das Facility Management sind die dokumentierten Mengen wichtig, um nach der Inbetriebnahme Ersatzteilbestände zu planen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchzuführen und Nachkalkulationen zu erstellen.

Sicherheits‑ und Explosionsschutzunterlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Explosionsschutzdokument

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Gefährdungsbeurteilung und der getroffenen Schutzmaßnahmen in explosionsgefährdeten Bereichen. Das Dokument muss alle Bereiche abdecken, in denen durch Gas‑ oder Staubatmosphären Explosionsgefahren bestehen, und dokumentiert Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Anlagen.

Relevante Regelwerke/Normen

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV); Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV); TRBS 1201‑1

Schlüsselelemente

Beschreibung der explosionsgefährdeten Bereiche
Zoneneinteilung nach ATEX (Zonen 0, 1, 2 für Gase)
Beschreibung der verwendeten Stoffe und Betriebsverfahren
Ermittlung und Bewertung von Zündquellen
Technische, organisatorische und personelle Schutzmaßnahmen
Prüf  und Überwachungsfristen sowie Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betriebsinhaber; Mitwirkung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und gegebenenfalls Explosionsschutzbeauftragter.

Praxis‑Hinweise

Das Explosionsschutzdokument muss vor Inbetriebnahme vorliegen und regelmäßig aktualisiert werden. Änderungen an Anlagen, Arbeitsverfahren oder Stoffen erfordern eine Überprüfung. Das Dokument dient als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Versicherungen.

Erläuterung:

Nach der Gefahrstoffverordnung und der Betriebssicherheitsverordnung müssen Arbeitgeber für Bereiche mit explosionsfähigen Atmosphären ein schriftliches Explosionsschutzdokument erstellen. Darin werden die Gefährdungen beurteilt, Zonen nach ATEX ausgewiesen und Schutzmaßnahmen festgelegt. Zu den Maßnahmen gehören die Vermeidung zündfähiger Atmosphäre, die Reduzierung potentieller Zündquellen, technische Maßnahmen wie Lüftung und Druckentlastung sowie organisatorische Regeln (z. B. Zugangsbeschränkung, Unterweisungen). Das Dokument ist vor Inbetriebnahme fertigzustellen und fortzuschreiben – insbesondere nach baulichen Änderungen oder Prozessanpassungen. Der Facility Manager muss das Explosionsschutzdokument bereitstellen, damit Prüfungen gemäß TRBS 1201 durchführt werden können.

Explosionsschutzkonzept

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Explosionsschutzkonzept

Zweck & Geltungsbereich

Strategisches Konzept zur Prävention und Minimierung von Explosionsrisiken. Es ergänzt das Explosionsschutzdokument um einen systematischen Maßnahmenplan, der technische und organisatorische Vorkehrungen beschreibt, um explosionsfähige Atmosphären zu verhindern oder deren Auswirkungen zu begrenzen.

Relevante Regelwerke/Normen

TRBS 1123; TRBS 1201‑1

Schlüsselelemente

Analyse explosionsgefährdeter Bereiche und Bewertung der Prozessabschnitte
Maßnahmen zur Vermeidung zündfähiger Atmosphären (z. B. dichte Anlagen, Reinigung, Lüftung)
Maßnahmen zur Vermeidung von Zündquellen und Auswahl explosionsgeschützter Betriebsmittel (ATEX Geräte)
Konzepte zur Erdung, Potenzialausgleich, Druckentlastung und Notbelüftung
Ablaufpläne für Störfälle, Alarmierung und Evakuierung
Überprüfung von Änderungen an Anlagen hinsichtlich Explosionsschutz

Verantwortlich

Arbeitgeber/Betriebsinhaber; Erstellung und Aktualisierung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder einen Explosionsschutzsachverständigen.

Praxis‑Hinweise

Das Explosionsschutzkonzept fasst die Erkenntnisse der Gefährdungsbeurteilung zusammen und definiert präventive Maßnahmen. Bei wesentlichen Änderungen an Anlagen muss das Konzept überprüft werden. Es dient auch als Nachweis für Behörden und Versicherungen und wird bei Audits und Prüfungen herangezogen.

Erläuterung:

Die TRBS 1123 definiert das Explosionsschutzkonzept als Gesamtheit der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet werden. Es bildet keinen eigenständigen Rechtsakt, sondern stellt eine strukturierte Zusammenfassung der Pflichten aus GefStoffV und BetrSichV dar. Das Konzept umfasst Ziele wie das Vermeiden explosionsfähiger Atmosphäre, die Beseitigung von Zündquellen, die Sicherstellung der Evakuierung vor der Bildung explosionsfähiger Gemische sowie die Begrenzung von Explosionsfolgen. Dazu gehört die Auswahl geeigneter Betriebsmittel nach ATEX‑Richtlinien, die Planung von Lüftungs‑ und Druckentlastungseinrichtungen und die Festlegung von Ablaufplänen für Störungen. Änderungen an Anlagen müssen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Explosionsschutz bewertet werden; ggf. sind Dokumente und Schutzmaßnahmen anzupassen.

Fachunternehmererklärung – Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Fachunternehmererklärung

Zweck & Geltungsbereich

Schriftliche Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens über die normgerechte und fachlich einwandfreie Ausführung der Arbeiten. Sie bezieht sich auf Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden und wird bei Abnahme übergeben.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381 (VOB/C ATV); ggf. ergänzend DIN 18379 für Raumlufttechnik

Schlüsselelemente

Bestätigung, dass die Installation gemäß einschlägigen technischen Regeln (TRGI, DVGW‑Arbeitsblätter) sowie den Vorgaben der Bauleistungsvorschriften ausgeführt wurde
Auflistung der ausgeführten Anlagenteile und deren technische MerkmaleErgebnisse von Prüfungen und Messungen (Dichtheits  und Funktionsprüfungen)
Erklärung, dass verwendete Materialien zugelassen sind und die Anlage betriebsbereit übergeben wurde
Unterschrift des verantwortlichen Fachunternehmers

Verantwortlich

Installationsunternehmen (Auftragnehmer); Prüfung und Abnahme durch Fachplaner und Bauleitung.

Praxis‑Hinweise

Die Fachunternehmererklärung ist Bestandteil der Schluss‑ und Bestandsdokumentation. Sie ist bei der Abnahme vorzulegen und dient dem Facility Management als Nachweis der ordnungsgemäßen Ausführung und als Grundlage für die Betreiberhaftung. Im Rahmen technischer Anschlussbedingungen wird häufig die Vorlage einer Fachunternehmererklärung zusammen mit Schweißprotokollen, Druckprüfungen und Materialnachweisen verlangt.

Erläuterung:

Die Fachunternehmererklärung nach DIN 18381 ist ein wesentliches Dokument für die Qualitätssicherung. Sie bestätigt, dass die Installation sämtlicher Leitungen, Armaturen und Geräte gemäß den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt wurde. Prüfungen wie Dichtheits‑ und Druckproben werden dokumentiert und dem Auftraggeber übergeben. In technischen Anschlussbedingungen vieler Versorgungsunternehmen wird zusätzlich zur Fachunternehmererklärung die Vorlage von Schweißnaht‑ und Druckprüfprotokollen, Materialattesten und Betriebsanleitungen gefordert. Facility Manager archivieren diese Erklärung als Nachweis der Betriebssicherheit, der Compliance und für eventuelle Gewährleistungsansprüche.

Fundamentplan – Gas‑, Wasser‑ und Entwässerungsanlagen

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Fundamentplan (Foundation Plan)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Verlegung, Anbindung und Schnittstellen gasführender, wasserführender und abwasserführender Leitungen innerhalb des Gebäudefundaments. Der Plan dient als Grundlage für die Koordination zwischen Rohbau und TGA‑Gewerken.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18381 (VOB/C ATV); ergänzend Richtlinien der Tragwerksplanung und Entwässerungsplanung

Schlüsselelemente

Lageplan der Leitungen und Armaturen im Fundament (Grundriss)
Höhen  und Anschlusskoordinaten, Durchdringungen und Schutzrohre
Angaben zu Werkstoffen, Rohrdimensionen, Schweißverbindungen und Abdichtungen
Schnittstellen zu anderen Gewerken (z. B. Elektro, Fernwärme) und brandschutztechnische Abschottungen
Hinweise auf spätere Leitungsortung und Sanierung

Verantwortlich

Installateur/Anlagenbauer für die Erstellung des Plans; Freigabe durch Fachplaner und Bauleitung.

Praxis‑Hinweise

Der Fundamentplan ist Teil der As‑Built‑Dokumentation. Er erleichtert spätere Umbauten, Leitungsortungen und Instandsetzungen, weil er die genaue Lage von Leitungen im Fundamentbereich festhält. In der Planung wird der Kanalverlauf teilweise im Fundamentplan eingetragen, sodass Schnittpunkte und Durchdringungen koordiniert werden können.

Erläuterung:

Der Fundamentplan ist ein Grundriss des Gebäudes, der die Leitungsverlegung im Fundamentbereich abbildet. Er wird meist im Maßstab 1:50 erstellt und zeigt Höhen und Lage der Rohrleitungen, Durchbrüche, Aussparungen sowie Abdichtungen. In Lehrunterlagen zur Plan‑ und Entwurfsdarstellung wird darauf hingewiesen, dass der Verlauf von Kanälen entweder im Kellerplan (Polierplan) oder im Fundamentplan eingezeichnet werden kann, um spätere Kollisionen zu vermeiden. Für das Facility Management ist dieser Plan wichtig, um im Falle von Umbauten, Leitungsbrüchen oder Sanierungen die genaue Lage der Leitungen zu kennen und Schäden am Tragwerk zu verhindern. Er dient außerdem als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern.

Funktions‑ und Strangschema – Technische Ausrüstung (LPH 3, 5, 7, 8)

Aspekt

Beschreibung

Dokumenttitel/-typ

Funktions‑ und Strangschema (Functional and Branch Diagram)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Funktion, Verschaltung und Hydraulik von Gasinstallationen in verschiedenen Planungsphasen. Das Schema verdeutlicht den Ablauf und die Wechselwirkungen der Anlagenteile und ist Grundlage für Berechnung, Ausführung und Wartung.

Relevante Regelwerke/Normen

HOAI (LPH 3–8); DIN 18381 und DIN 18379 (VOB/C ATV); VDI 6026‑1 Dokumentation in der technischen Gebäudeausrüstung; kommunale Dokumentationsrichtlinien

Schlüsselelemente

Grafische Darstellung der Leitungsverläufe, Ventile, Armaturen und Verbrauchsgeräte
Kennzeichnung von Sicherheits und Regelkomponenten (z. B. Gasdruckregelgeräte, Absperrventile, Sicherheitsabblaseventile)
Anschluss an Energie und Steuerungssysteme (z. B. Mess , Steuer und Regeltechnik)
Funktionsbeschreibung der einzelnen Stränge und Strangbezeichnungen
Einbindung von Mess , Prüf  und Überwachungspunkten

Verantwortlich

Fachplaner TGA (LPH 3–7) für die Erstellung; Installateur für die Umsetzung; Prüfung durch Bauleitung und ggf. Sachverständige.

Praxis‑Hinweise

Das Funktions‑ und Strangschema ist Pflichtbestandteil der Revisionsunterlagen. Kommunale Dokumentationsrichtlinien verlangen Schaubilder (Funktionsschemata) in Technikräumen und Anlagenschemata für die gesamte TGA. Für Facility Manager ist das Schema wichtig, um Wartungen durchzuführen, Leckagen zu lokalisieren und Anlagen zu optimieren.

Erläuterung:

Ein Funktions‑ und Strangschema beschreibt den hydraulischen und funktionalen Aufbau einer Gasinstallation. Es zeigt, wie Gas vom Hausanschluss über Druckregelstrecken, Messgeräte und Sicherheitseinrichtungen zu den Verbrauchern gelangt. In der Planung werden Strangschemata zunächst als konzeptionelle Funktionsschemata entwickelt; im Verlauf der Leistungsphasen entstehen detailliertere isometrische oder schematische Darstellungen, die alle Bauteile und deren Verschaltungen zeigen. Die VDI 6026‑1 legt fest, welche Dokumentenarten in der technischen Gebäudeausrüstung zu erstellen sind; dazu gehören auch Funktionsschemata und Anlagenschemata, die bei der Dokumentationsübergabe in LPH 8 vollständig zu übergeben sind. Kommunale Dokumentationsrichtlinien fordern Schaubilder (Funktionsschemata) in Technikräumen, Übersichts‑ und Strangpläne sowie Anlagenschemata. Für den Betrieb dienen diese Unterlagen als Grundlage für Wartungen, hydraulische Abgleiche, Fehlerdiagnosen und Optimierungsmaßnahmen.